Die richtigen Apps für Läufer
Apps sind Programme, die sich Smartphone- oder Tablet-PC-Nutzer aus dem Internet auf ihr Gerät laden können und die sich in der Regel sehr einfach bedienen lassen. Oft genügt dann eine App, um ein Handy zur mobilen Fahrplanauskunft, zum Babyphone oder eben zum Lauftrainer zu machen. Viele Jogger sind heute mit einer ganzen Batterie von Geräten unterwegs: Hightech-Uhr mit Microcomputer, MP3-Player, GPS-Gerät, Handy. Auf die meisten teuren Geräte und deren Gewicht könnte man verzichten und sich stattdessen mit einem Smartphone und der richtigen App auf den Weg machen. Sie zeigt den Weg, misst Strecke und Geschwindigkeit, analysiert die Laufeinheiten und stellt darüber hinaus einen individuellen Trainingsplan zusammen – das Ganze für wenige Euro.
Der BITKOM zeigt, wie Läufer ihr Training mit den richtigen Hilfsmitteln optimieren können:
Die Apps helfen schon bei der Planung des Trainings. Egal ob für Anfänger oder Marathonläufer, das Smartphone erstellt ein individuell angepasstes Trainingsprogramm. Dazu müssen lediglich Körpergröße, Gewicht, Alter und körperliche Fitness eingegeben werden. Manche Apps verlangen einen kurzen Test, um die Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Einige Programme schlagen zudem Jogging-Strecken vor. Das ist besonders in Gegenden nützlich, in denen man sich nicht auskennt, etwa auf Reisen.
Auch bei der Umsetzung des individuellen Trainingsplans unterstützt das Smartphone den Läufer: Apps helfen beispielsweise dabei, die vorgegebene Laufdauer einzuhalten, und können beim Intervalltraining die richtigen Wechsel von Lauf- und Gehphasen ankündigen. Per GPS-Verbindung können sie die aktuelle Geschwindigkeit ermitteln und dafür sorgen, den Jogger auf der richtigen Route zu halten. Diese Informationen können die Apps auch per Lautsprecher ansagen. Manche Apps funktionieren zusammen mit einem speziellen Chip im Laufschuh. So kann das Handy auch ohne GPS über eine Bluetooth-Verbindung Werte wie Kalorienverbrauch, Streckenlänge und Geschwindigkeit des Läufers ermitteln. Für viele Läufer gehört die passende Musik zum Laufen dazu. Sie können das Mobiltelefon als MP3-Player nutzen. Durch einen zusätzlichen Brustgurt lässt sich die Herzfrequenz messen, das ersetzt die Pulsuhr. Zudem ist man im Fall der Fälle während des Laufens erreichbar und kann im Bedarfsfall Hilfe herbeirufen.
Nach dem Lauf lassen sich die Trainingsergebnisse am PC auswerten: Durchschnittsgeschwindigkeit, Kalorienverbrauch oder die per GPS aufgezeichnete Route und deren Höhenprofil können analysiert werden. Zudem können die Resultate über soziale Netzwerke ausgetauscht und mit Freunden und Trainingspartnern verglichen werden.
Bei der Nutzung des Smartphones als Trainer gilt es einige Punkte zu beachten:
- Gerät vor Wasser schützen. Hierfür gibt es passende Hüllen.
- Die Bedienung des Smartphones kann leicht ablenken, die Konzentration auf den korrekten Bewegungsablauf und die Umgebung – besonders den Straßenverkehr – sollte Vorrang haben.
- Das Smartphone sollte am Körper fixiert sein, damit es beim Laufen nicht stört oder verloren geht, dafür gibt es beispielsweise spezielle Armbänder.

