Finanzen & Business: Bürokratie kommt deutsche Firmen teuer zu stehen
Papierkram kostet Milliarden
Foto: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Unternehmen berappen laut Statistischem Bundesamt 47,5 Milliarden Euro im Jahr für 9.230 sogenannte Informationspflichten.
Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. schlägt das Ausfüllen von Statistiken doch “nur” mit 350 Millionen Euro zu Buche und zählt so offenbar doch nicht zu den großen Kostentreibern. Die großen Verursacher müssen demnach woanders lauern. Besonders belastend wirkt die Finanzbürokratie. Die Steuergesetze bürden den Betrieben Bearbeitungskosten in Höhe von 21,3 Milliarden Euro auf. Den Löwenanteil schreibt zwar das EU-Recht vor, doch die Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, wie aufwendig die Umsetzung in nationales Recht ausfällt.
Der größte Einzelpunkt ist laut Bundesregierung die Aufbewahrungspflicht für Rechnungen. Alleine für diesen Posten fallen 6,2 Milliarden Euro jährlich an. Gleich an zweiter Stelle liegen die Gesetze aus dem Bereich des Justizministeriums, die 13,9 Milliarden Euro Lasten nach sich ziehen. Bei diesem großen Brocken soll deshalb vorrangig angesetzt werden, um bis 2011 die Kosten für die Unternehmen um ein Viertel zu reduzieren.
Die Messung der Informations- und Berichtspflichten bildet aber nicht unbedingt die ganze Bürokratie-Wahrheit ab. Nicht enthalten sind etwa die Gemeinkosten der Unternehmen: Für die Bearbeitung von Informationspflichten müssen Betriebe genauso einen Arbeitsplatz, einen PC und ein Sekretariat vorhalten wie für die Bearbeitung von Kundenaufträgen. Andere Länder setzen hierfür einen Aufschlag von 25 Prozent auf den reinen Stundensatz an.
Die Einstufung als Bürokratie erscheint zudem teils willkürlich. So wird beispielsweise die laufende Buchführung mit 35,6 Milliarden Euro veranschlagt. Doch nur 3,7 Milliarden Euro werden als Bürokratiekosten anerkannt. Zudem wird indirekte Bürokratie, etwa die Dokumentation von Bewerbungsverfahren wegen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, nicht erfasst.
Weitere Informationen: www.iwkoeln.de (tk)
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Der Honda Uni-Cub Prototyp gehört in jedes Büro.
Tja, was immer geht ist entweder "billig" oder "sauteuer", aber das Zeug ist ja mal absoluter Oberquatsch. - Andreas
cool kann mann das auch kaufen
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Einfach nur der Hammer! Eine Frechheit ist das. Da fühlt man sich ja mal wieder richtig deutscher Behördenwillkür ausgesetzt.