Navigations-Studie: Wir Deutsche haben den besten Orientierungssinn
Nokia Navigations-Studie
Die Wahrscheinlichkeit sich in London zu verlaufen oder zu verfahren ist höher als in Bejing oder in Bangkok und jeder vierte findet sich ohne Online-Karten und mobile Satellitennavigation nicht mehr zurecht. Humorvolle Hamburger: Fast ein Viertel der Hamburger findet es lustig, Menschen die sich verlaufen haben, falsche Anweisungen zu geben. Dies sind nur ein paar der Ergebnisse einer einer weltweiten Studie von Nokia zum Thema Navigation. 12.500 Menschen in 13 Ländern wurden hierfür zu ihren Navigationsgewohnheiten befragt. In Deutschland ist zwar Berlin die Stadt mit den meisten “Irrwegen”, im direkten Ländervergleich verfügen die Deutschen jedoch über den besten Orientierungssinn.
Die von Nokia in Auftrag gegebene Befragung ergab, dass jeder Zehnte sich in London nicht zurechtfindet. In Paris sind es 9 %, in Bangkok und Hong-Kong 5 % und in Peking 4 % – dies sind die Top 5 der Städte, in denen Menschen sich leicht verlaufen oder verfahren. In London einen freundlichen Passanten nach dem richtigen Weg fragen führt auch nicht immer zum Ziel, denn: Jeder dritte Londoner gibt freiwillig zu, gerne mal bei Nachfragen eine falsche Richtung anzugeben.
Digitale Navigation auf dem Vormarsch
Mehr als 25 % der befragten Personen verlassen sich auf Online- und mobile Navigationslösungen, um zu einem bestimmten Ziel zu gelangen. Dabei lassen sich bereits heute 13 % von ihren Mobiltelefonen an das gewünschte Ziel navigieren. Vor ein paar Jahren gab es diese Kategorie der Navigationsgeräte überhaupt noch nicht. Das Land, in dem die Menschen über den besten Orientierungssinn verfügen, ist Deutschland. Ein Drittel (34 %) aller hier befragten Personen hat sich angeblich noch nie verfahren oder verlaufen. Es überrascht nicht, dass Deutschland gleichzeitig auch das Land ist, in dem sich die meisten Menschen auf Satellitennavigation verlassen. Insgesamt eine von zehn befragten Frauen gibt an, es schwierig zu finden, eine herkömmliche Karte zu lesen – zweimal so viel wie unter den männlichen Befragten. Dies lässt darauf schließen, dass das Ende herkömmlicher Navigation mit Karte und Kompass bald gekommen ist.
Orientierungssinn
Einen guten Orientierungssinn zu haben scheint eher selten der Fall zu sein und trotz der großen Fortschritte, die Online-Karten und mobile Navigationssysteme bieten, verfahren oder verlaufen sich nahezu alle Befragten (93 %) regelmäßig. Dabei gehen durchschnittlich 13 Minuten verloren. Dies wirkt sich in einigen Fällen enorm aus, da jeder zehnte Befragte angibt, dadurch schon zu spät zu einem Vorstellungsgespräch oder einem wichtigen Geschäftstermin gekommen zu sein oder seinen Flug verpasst zu haben. Sich zu verfahren hat aber auch einen Einfluss auf das Privatleben: Einer von zehn Brasilianern gibt an, sich schon mal verfahren und dadurch ein Date verpasst zu haben.
Kulturelle Unterschiede
Wenn Menschen von Fremden nach dem Weg gefragt werden, erhalten sie oft Hinweise mit auffälligen Orientierungspunkten wie Statuen, Kirchen und Brücken, die als Wegweiser zum Ziel führen sollen. Briten bevorzugen dagegen eher Kneipen, um anderen den Weg zu erklären. In Deutschland werden hingegen Ampeln am Liebsten als Orientierungspunkt genutzt, 42 % der Befragten gaben dies an.
Weitere Highlights der Umfrage in Deutschland und zwölf weiteren Ländern
- 30 % der insgesamt Befragten machen ihren Partner dafür verantwortlich, wenn sie sich verfahren – entweder weil man sich über die richtige Richtung gestritten hat oder weil der andere einem Richtungsanweisungen zugerufen hat
- Der zunehmende Einsatz von Technik zeigt sich heute darin, dass einer von vier Befragten angibt, sich ohne Online-Karten und mobile Satellitennavigation nicht mehr zurechtzufinden
- Menschen in Hamburg haben einen besonderen Humor: 24 % der befragten Hamburger finden es lustig, Menschen die sich verlaufen haben, falsche Anweisungen zu geben
- 13 % der Kölner halten den fehlenden Orientierungssinn ihres Partners dafür verantwortlich, wenn sie sich verirren
- Nahezu ein Viertel aller Italiener verlässt sich für die Suche nach dem Weg auf ein mobiles Navigationssystem
- Die Hälfte aller Chinesen verlässt sich für Richtungsanweisungen im Auto auf die Interaktion mit anderen Menschen
- Asiaten entschuldigen sich, wenn sie sich verfahren haben, am liebsten mit den schlechten Wetterbedingungen
- Russen haben ein zusätzliches Motiv, das sie veranlasst, nach der Richtung oder einer Wegbeschreibung zu fragen: Jeder Zehnte nutzt das Gespräch als Gelegenheit zu einem Flirt.
(tk/nokia)
Stichwörter: Mobile, Mobiltelefon, Navigation, Studie, Telefon
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